Verabschiedung unserer Schulamtsdirektorin i. K. Gabriele Marsch:40 Jahre, neun Monate und ein Abschied

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
zum 31. Juli 2026 beginnt für mich die Zeit, die gemeinhin als „Ruhestand“ bezeichnet wird. Mein Dienst im Erzbistum Bamberg, den ich im November 1985 mit der Ausbildung zur Pastoralreferentin in der Hauptabteilung Pastorales Personal begonnen habe und der mich 1989 bereits auch in die Hauptabteilung Schule und Religionsunterricht führte, endet mit diesem Datum.
Mit hinüber in die nächste Phase meines Lebens nehme ich das Gefühl eines großen Geschenkes, das mir durch diese Tätigkeit im Dienst an Menschen zuteil wurde. Nach der pastoralen Ausbildung mit der Aufgabe der Entwicklung der spirituellen Begleitung des Mentorats für Lehramtsstudierende im Erzbistum Bamberg betraut, folgten anschließend 27 Jahre der Aufgabe der Aus- und Fortbildung von staatlichen Lehrkräften und kirchlichem Personal für den Religionsunterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen im religionspädagogischen Seminar der Schulabteilung, seit 2019 als Leiterin des RPS.
Diese Tätigkeiten ermöglichten mir eine beständige theologische und religionspädagogisch-didaktische, konfessionell-kooperative Auseinandersetzung mit der Frage nach Gott und dem Menschen, damit nach Religion als einem Modus der Welterschließung im Bildungsbereich. Als „lebensmehrend“ und „notwendend“, muss sich das Fach für alle Beteiligten erweisen, soll es zukunftsdienlich sein, jeden Tag neu für den Glauben, für die Haltung im Zusammenleben in einer Gesellschaft. Eine Absicht, die es nach wie vor zu beherzigen gilt, gerade in sich massiv verändernden Zeiten.
Eine große Zahl staatlicher und kirchlicher Lehrerinnen und Lehrer in der Ausbildung anzuleiten, erfahrene Lehrkräfte in ihrer Praxis durfte ich begleiten und deren Qualität fördern. Dabei ging es darum, ihre Herausforderungen in einer immer heterogener werdenden Schullandschaft ernst zu nehmen, sie bei deren Bewältigung zu unterstützen. Immer wieder neu mussten die Absichten, die Facetten und die nötigen Wege bedacht, diskutiert – auch kontrovers - und realisieren werden. Insbsondere geht es dabei ja um junge Menschen, um deren Zukunft, auch der im Glauben.
Dies gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Religionspädagogischen Seminars, dem Team der Fachreferentinnen und Fachreferenten im Bereich von Grund-, Mittel- und Förderschule, der jeweiligen Leitung der Hauptabteilung und den Kolleginnen und Kollegen dort tun zu können, war die Basis für ein am Menschen orientiertes Handeln.
Dies auch im theologischen und religionspädagogisch-didaktischen Zusammenhang auf Bayern- und auch Deutschlandebene, konfessionell-kooperativ, immer wieder neu buchstabieren zu dürfen, war mir eine Ehre. All denen, denen ich begegnen und mit denen ich zusammenarbeiten durfte in all den Jahren, danke ich von Herzen.
Die Hauptabteilung Schule in der bald zwanzigjährigen Bistumspartnerschaft der Erzdiözese Bamberg mit dem Bistum Thiès in Senegal seit ihren Anfängen vertreten und einen Beitrag zu einer lebendigen Beziehungskultur leisten zu können, dafür schulde ich ebenfalls Dank.
Sehr zu schätzen weiß ich das große Vertrauen sowie die große dienstliche Freiheit, die meinem gesamten beruflichen Tun entgegengebracht gebracht wurde seitens der Leitung des Erzbistums Bamberg, seitens der Vorgesetzten der beiden großen Hauptabteilungen. Immer wieder durfte ich beides spüren.
Ihnen und Euch allen, wünsche ich nun aus tiefstem Herzen für die Zukunft, die zu gestalten sein und Wandel hoffentlich im lebensmehrenden Sinne erfolgen wird Gottes reichen begleitenden Segen.
Gabriele Marsch